Unser Lexikon

In der Medizin und in der Zahnmedizin gibt es sehr viele Fachbegriffe, die Nicht-Medizinern in ihrem Alltag nicht geläufig sind. Viele dieser Bezeichnungen haben ihren Ursprung im Lateinischen. In unserem spangenbauer®-Lexikon haben wir versucht, ein paar relevante zahnmedizinische/ kieferorthopädische Fremdwörter verständlicher zu machen.

A

  • Aligner

    (engl. align = ausrichten)

    … beschreiben eine kieferorthopädische Behandlungsmethode zur weitgehend unsichtbaren Behandlung von Zahnfehlstellungen (z.B. Invisalign®).

    … arbeiten mit einer Sequenz von individuell gefertigten, dünnen und durchsichtigen Kunststoffschienen.

  • Anomalie

    ... beschreibt eine von der Norm abweichende anatomische Ausprägung.

B

  • Bisslage

    …beschreibt die Lagebeziehung von Oberkiefer und Unterkiefer im Schlussbiss nach Rekonstruktion abgelaufener Zahnwanderungen, des Zahnwechsels und prognostizierbarem Wachstum.

  • Bissstellung

    … beschreibt die Verzahnung von Oberkiefer und Unterkiefer im Schlussbiss, d.h. die vorliegende Ist-Situation.

  • Bögen

    … dienen als Orientierungsebene und führen die Zähne in die richtige Position.

    … sind die eigentliche Spange bzw. die eigentlichen Instrumente aus Draht, die die Kräfte zur Zahnregulierung im Zusammenspiel mit den Brackets ausüben.

    … können aus verschiedenen Materialien bestehen (z.B. Stahl, Nickel-Titan-Legierung).

    … vor allem thermoelastische Bögen aus Nickel-Titan sind bioverträglicher und gewebeschonend und bewirken eine schnellere und effizientere Zahnbewegung.

     

  • Brackets

    (engl. Halteklammern)

    … sind in der Kieferorthopädie gebräuchliche Befestigungselemente bei festsitzenden Apparaturen.

    … können aus verschiedenen Materialien bestehen (Stahl, Keramik, Kunststoff).

    … können unterschiedliche Bauweisen haben (selbstligierend, herkömmlich).

C

  • CAD-CAM

    (engl. computer aided design; computer aided manufacturing)

    … beschreibt umgangssprachlich die rechnerunterstützte Fertigung eines Produktes.

    … ist im Bereich der „digitalen Kieferorthopädie“ im ersten Schritt durch eine virtuelle Planung von Zahnbewegungen und  in einem zweiten Schritt durch eine computergesteuerte Fertigung bestimmter Behandlungsapparaturen definiert.

  • CMD

    (= Craniomandibuläre Dysfunktion, Kiefergelenk- und/ oder Kaumuskelerkrankung)

    ... beschreibt den Überbegriff für Funktionsstörungen und Fehlregulationen im Bereich der Kiefergelenke, der Kaumuskulatur und / oder der Verzahnung.

    ... hat als multifaktorielle Ursache oftmals strukturelle, funktionelle, biochemische und psychische Elemente.

D

  • die spangenbauer®

    … sind Dr. Oona Sandau-Schröder, Dr. Fabian Schröder und Dr. Sibylle Seifert, Fachzahnärzte für Kieferorthopädie in Neumarkt und Berching.

    ... haben seit 2019 ein eingetragenes Namenspatent.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]

F

  • Festsitzende Zahnspange

    … wird auch Multiband- oder Multibracketapparatur genannt.

    … besteht aus einem Klebeverbund von Brackets auf der Zahnoberfläche und Bögen, die die Brackets horizontal miteinander verbinden.

    … bewegt die Zähne, geführt durch Brackets, auf dem Bogen.

  • Funktionskieferorthopädie

    (= FKO)

    … definiert die günstige Beeinflussung skelettaler Strukturen durch gezielte Anpassung funktioneller Abläufe.

    ... nicht zu verwechseln mit KFO (= Kieferorthopädie).

    … wird im klassischen Sinne mit einer kombinierten herausnehmbaren Spange für Ober- und Unterkiefer (= bignathe Spange) bewirkt.

    … benötigt noch ausstehendes Wachstum für eine Anpassung der Gewebe, weswegen die Haupteinsatzzeit der Wachstumsspurt in der Pubertät ist.

G

H

  • Habits

    ... sind im kieferorthopädischen Bereich „schlechte Angewohnheiten“ im Kindes- und Jugendalter.

    … umfassen typischerweise das Daumenlutschen, Fingernägelkauen, Zungenpressen, Wangenkauen, Knirschen, Sigmatismus (= „s-Fehler“), falsches Schluckmuster und Mundatmung.

  • Herausnehmbare Zahnspange

    … wird oft auch als „lockere“ oder „lose“ Zahnspange bezeichnet.

    ... hat ihre Haupteinsatzzeit bis zum Ende der zweiten Wechselgebissphase der Milchzähne.

    ... kann vom Patienten nach eigenen Vorstellungen designed werden.

    … wird in unserem spangenbauer®-Labor individuell aus Acrylatkunststoffen und nickelarmem Stahl hergestellt.

    … kann z.B. kleinere Zahnfehlstellungen oder einen falschen Biss korrigieren.

  • Herkömmliche Brackets

    … sind Standardbrackets aus Stahl und die einfachste Art der Versorgung mit einer „festen Spange“.

    … verhalten sich unter mechanischen Aspekten befriedigend.

    … benötigen eine Gummiligatur zur Sicherung des Bogens im Bracket.

    … verlangsamen die Zahnbewegung durch erhöhte Reibung zwischen Bogen und Bracket.

    … sind wegen ihrer größeren Dimensionen und der Gummiligaturen schlechter zu reinigen.

I

  • Incognito™

    … wird auch als Lingualspange bezeichnet.

    … ist ein kieferorthopädisches Behandlungsverfahren, bei dem die Brackets auf der Innenseite der Zähne befestigt werden.

    ... wird nur von spezialisierten Kieferorthopäden, die eine Zertifizierung für dieses System erworben haben, angewendet, wie von uns spangenbauern®.

  • Indikation

    (lat. indicare = anzeigen)

    … ist ein medizinischer Fachausdruck, der angibt, ob eine Behandlungsmaßnahme angemessen ist.

  • Intraoraler Scanner

    (3D-Scanner)

    … ermöglicht das Arbeiten ohne konventionelle Abformungen mit Abdruckmasse und damit die Behandlungsakzeptanz.

    ... ist ein wichtiger Pfeiler der modernen "digitalen Kieferorthopädie".

    … produziert in einem kurzen Scanvorgang einen hochpräzisen, dreidimensionalen Datensatz der Zahnfehlstellungen und benachbarter anatomischer Strukturen, der dann digital weiterverarbeitet wird.

    ... ermöglicht dem Patienten das Ergebnis einer kieferorthopädischen Behandlungsplanung vorab einzusehen.

    … kommt bei uns spangenbauern® vor allem bei der Behandlung mit dem Alignersystem von Invisalign® zur Anwendung.

  • Invisalign

    …beschreibt ein kieferorthopädisches Therapieverfahren, welches die Zahnfehlstellungskorrekturen im Rahmen der Aligner-Therapie umsetzt.

    ... korrigiert die Zahnfehlstellung mit durchsichtigen Schienen.

    ... ist die ideale Behandlungsalternative zur festen Spange für die Patienten, die keine ästhetischen Kompromisse während ihrer kieferorthopädischen Behandlung eingehen möchten.

    ... wird nur von spezialisierten Kieferorthopäden, die eine Zertifizierung für dieses System erworben haben, angewendet.

    ... ist eine bei uns spangenbauern® gängige und schon jahrelang etablierte Behandlungsmethode vor allem für Erwachsene.

K

  • Karies

    (lat. = Morschheit, Fäulnis) … beschreibt eine multifaktoriell bedingte Erkrankung der Zahnhartsubstanz, die meist mit einer unterschiedlich stark ausgeprägten Zerstörung derselben einhergeht. … wird von säureproduzierenden Mikroorganismen verursacht und geht von einer anfänglichen Demineralisation der Zahnoberfläche aus.

  • Kids

    (engl. kid = Kind)

    … folgt auf das Kleinkindalter und definiert den Lebensabschnitt bis zur geschlechtlichen Entwicklung (= Pubertät).

    … umfasst als sozialer Begriff im engeren Sinne das Alter von 4-12 Jahren.

  • Kieferfehlstellung

    ... fällt unter den Sammelbegriff der skelettalen Dysgnathie (= Fehlentwicklung) und beschreibt eine anomale Lagebeziehung vom Oberkiefer und Unterkiefer sowie eine anomale Form eines einzelnen Kiefers.

    … kann vermehrt zu schmerzbegleitenden Beschwerden und einer frühen und erhöhten Abnutzungserscheinung der Kiefergelenke führen.

    … bringt auch häufig eine ästhetische Beeinträchtigung des Gesichtes mit sich.

  • Kieferorthopäde

    ... ist ein Zahnarzt, der nach erfolgreichem Abschluss des Zahnmedizinstudiums eine 3-jährige, fachspezifische Weiterbildung im Bereich der Kieferorthopädie abgeschlossen hat.

    ... erfordert eine hauptberufliche, ganztätige Zusatzausbildung in einer kieferorthopädischen Facharztpraxis als auch an mindestens einer Universitätsklinik.

    ... ist nicht zu verwechseln mit einem Master of Science (MSc) oder einem Zahnarzt mit Tätigkeitsschwerpunkt Kieferorthopädie, da es sich hier um nebenberufliche Tätigkeiten handelt und kein Ausbildungsjahr an der Universitätsklinik erforderlich ist. So umfasst die Ausbildung zum MSc 45 Tage mit jeweils 10 Unterrichtsstunden, der Facharzt für Kieferorthopädie benötigt mindestens 3 Jahre in Vollzeit. Darüber hinaus kann jeder Zahnarzt ohne jegliche Zusatzausbildung seinen "Tätigkeitsschwerpunkt" auf den Fachbereich Kieferorthopädie legen.

  • Kieferorthopädie

    ... ist ein Teilbereich der Zahnmedizin.

    ... beschäftigt sich mit der Verhütung, Erkennung und Behandlung von Zahn- und/ oder Kieferfehlstellungen.

     

  • kieferorthopädische Assistenz

    ... setzt eine fachspezifische Zusatzausbildung für Zahnmedizinische Fachangestellte im Bereich Kieferorthopädie voraus.

    ... hat fundiertes Fachwissen für die kieferorthopädische Assistenz in Theorie und Praxis.

L

  • Ligatur

    (lat. ligare = binden)

    … beschreibt einen elastischen Gummi, der den Bogen im herkömmlichen Bracket zwar hält aber, verbunden mit einer hohen Reibungskraft, die Zahnbewegung verlangsamt.

  • Lingualapparatur

    (lat. lingua = Zunge)

    … wird ein kieferorthopädisches Behandlungsverfahren dann genannt, wenn die Spange auf der Innenseite der Zähne, also zungenseits, befestigt wird.

  • Logopädie

    (altgr. logos = das Wort und paideuein = erziehen)

    … umfasst die medizinische Fachdisziplin der Sprach-, Sprech-, Stimm- und Schluckerziehung oder Hörbeeinträchtigung.

     

M

  • Myofunktionelle Störung

    … beschreibt im Gesichtsbereich ein Muskelungleichgewicht vor allem der Zungen- und Lippenmuskulatur, aber auch weiterer Gesichtsmuskulatur.

    … ist klinisch gekennzeichnet durch entweder eine offene Mundhaltung, eine Zungenruhelage zwischen den Zahnreihen, einen offenen Biss, ein nach vorne gerichtetes Schluckmuster oder Kombinationen derselben.

P

  • Parodontitis

    (altgr. para = neben und odontos = Zahn)

    … beschreibt eine bakteriell bedingte Entzündung, die mit einer weitestgehend irreversiblen Zerstörung des Zahnhalteapparates einhergeht.

  • Parodontium

    (altgr. para = neben und odontos = Zahn)

    …wird auch Zahnhalteapparat genannt.

    …beschreibt das funktionelle Verankerungssystems des Zahnes.

    …umfasst die Einheit bestehend aus Zahnfleisch, Zahnzement, Wurzelhaut (= Desmodont) und Zahnfach (= Alveole).

  • Präprothetische Kieferorthopädie

    … beschreibt die Korrektur von Zahnfehlstellungen vorab einer zahnärztlichen Restauration mit z.B. Implantaten, Kronen oder Brücken.

    ... gehört zu einer der anspruchsvollsten Aufgaben moderner interdisziplinärer Behandlungskonzepte.

    ... ermöglicht dem Zahnarzt eine bessere Umsetzung des Zahnersatzes.

    … erhöht die Langlebigkeit eines Zahnersatzes und reduziert somit umfangreichere Versorgungen und damit verbundene Kosten.

R

  • Retainer

    (engl. retain = festhalten)

    … heißt genauer „Kleberetainer“ und ist ein festsitzender Draht, der auf der Innenseite der Zähne angebracht wird.

    … wird meist gleich im Anschluss an die feste Spange integriert und sorgt durch seinen permanenten Einsatz 24/7 für eine dauerhafte Stabilisierung der Zahnstellung.

  • Retentionsspange

    …beschreibt eine besondere herausnehmbare Spange in der ca. 1 jährigen Stabilisierungszeit.

    …soll die, durch aktive Zahnbewegung erreichte korrekte Position der Zähne, dauerhaft und passiv stabilisieren.

  • Rezidiv

    (lat. recidere = zurückfallen)

    … beschreibt in der Kieferorthopädie eine Zurückwanderung der Zähne und / oder der Bisslage in Richtung der ursprünglichen, behandlungsbedürftigen Ausgangssituation.

    … kann nur durch eine dauerhafte Stabilisierung (= Retention) verhindert werden.

S

  • Selbstligierende Brackets

    … sind moderne Brackets, die den Bogen selbst halten (z.B. Speed, Damon™).

    … bewegen Zähne durch Friktionsminimierung effizienter und schneller.

    … sind bioverträglich und verringern Druckbeschwerden während der Zahnbewegung.

    … sind leichter zu reinigen und verringern dadurch das Kariesrisiko.

T

  • Teenager

    (engl. teenager = Jugendlicher)

    … abgekürzt auch oft Teen oder Teenie bezeichnet, stammt aus dem Englischen.

    … wird der Lebensabschnitt eines jungen Menschen nach der Kindheit bezeichnet.

    … definiert das jugendliche Alter von 13 bis 19, da diese Zahlen im Englischen auf „teen“ enden, die Endung „ager“ bezieht sich auf das englische Wort age (= Lebensalter).

W

  • Wechselgebissphase

    … wird untergliedert in die erste und zweite Wechselgebissphase.

    … ist in der ersten Wechselgebissphase als der Zeitraum definiert, zwischen dem der erste bleibende Backenzahn (6-Jahr-Molar) und alle Schneidezähne in beiden Kiefern durchbrechen (ca. 6.bis 8. Lebensjahr).

    … ist in der zweiten Wechselgebissphase als der Zeitraum definiert, in dem die Milcheckzähne und Milchbackenzähne im Bereich der seitlichen Stützzonen durch ihre bleibenden Nachfolger ersetzt werden (ca. 9. bis 12. Lebensjahr).

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